Umgang mit Studierenden in Ausnahmesituationen - Beziehung, Dialog und Unterstützung im Hochschulalltag

SeminarNRLF27040
PeriodeHerbst/Winter 2026/27
KategorieLehre & Forschung
TitelUmgang mit Studierenden in Ausnahmesituationen - Beziehung, Dialog und Unterstützung im Hochschulalltag
ZielgruppeHauptberuflich und nebenberuflich Lehrende sowie administratives Personal der Hochschule Burgenland
Seminarbeschreibung

Im Laufe ihres Studiums erleben manche Studierende persönliche, soziale oder gesundheitliche Phasen, die sie stark belasten oder überfordern können. Diese Ausnahmesituationen sind nicht nur für die betroffenen Menschen selbst eine schwere Zeit, sondern berühren und fordern auch uns als Lehrende und als Mitarbeitende der Hochschule.

Eine vertrauensvolle Beziehung auf Augenhöhe, empathischer Kontakt und ein offener Dialog sind die wertvollsten Grundlagen, um Studierende in Belastungssituationen frühzeitig wahrzunehmen und ihnen bei Bedarf Wege zu professionellen Hilfsangeboten aufzeigen.

Die Lebensrealitäten der Studierenden sind dabei sehr vielfältig: Sie reichen von Überforderung und Orientierungsschwierigkeiten in den ersten Semestern, über Prüfungsängste, persönliche Lebenskrisen und Erkrankungen bis hin zu Konflikten im sozialen Umfeld. Auch schwerwiegende Dynamiken wie Mobbing, soziale Isolation oder suizidale Krisen können im Hochschulalltag auftauchen.

In diesem Seminar verbinden wir theoretische Impulse mit Erfahrungen aus dem Hochschulalltag. Gemeinsam reflektieren wir Fallbeispiele und legen dabei einen besonderen Schwerpunkt auf eine gelingende Beziehungsgestaltung, empathische und deeskalierende Gesprächsführung sowie auf konkrete Handlungsschritte und Maßnahmen aus der Krisenintervention und der psychosozialen „Ersten Hilfe“.


Ziele:

  • Sensibilisierung und Verständnis für das innere Erleben von Menschen in psychischen Ausnahmesituationen
  • Stärkung der persönlichen Begleitungs- und Kommunikationskompetenzen
  • Aufbau eines praxisnahen „Handwerkskoffers“ für herausfordernde Situationen
  • Klarheit über die eigene Rolle gewinnen: Eigene Grenzen erkennen, wahren und Zuständigkeiten klar definieren
  • Aufbau von persönlicher Sicherheit und Krisenkompetenz im Hochschulalltag

Nähere Informationen zum ATHENA-Programm finden Sie unter www.hochschule-burgenland.at/athena.

Seminarinhalt
  • Grundlagen aus der humanistischen Psychologie und Pädagogik, der Interpersonellen Neurobiologie sowie der Bindungstheorie
  • Das Zusammenspiel von Beziehung, Bindung und Lebensbelastungen im Hinblick auf psychische Entwicklung, Gesundheit und die Lernfähigkeit
  • Verständnis für psychische Herausforderungen (z. B. Aggression, depressive Verstimmungen, Ängste) im Kontext von persönlicher Verletzlichkeit (Vulnerabilität),
  • Widerstandskraft (Resilienz) und Stress
  • Stressentstehung, Stressverarbeitung und die Fähigkeit zur Selbstregulierung
  • Dynamiken von Trauma und Krise verstehen
  • Dialog und Gesprächsführung: Empathische, wertschätzende und deeskalierende Kommunikation
  • Gefahren- und Gefährdungseinschätzung (insbesondere bei Suizidalität)
  • Techniken, Haltungen und Maßnahmen der psychosozialen Ersten Hilfe und Krisenintervention
  • Ressourcenorientierte Unterstützung (z. B. durch Gruppen- und Buddysysteme),
  • gemeinsame Erarbeitung von Notfallplänen vor Ort sowie sichere Weitervermittlung an spezialisierte Hilfseinrichtungen
Dokumentekeine Dokumente
Statusaktiv
StraßeCampus 1
PLZ7000
SeminarortEisenstadt
InstitutAkademie Burgenland
Kosten€ 300,-

Referent:innen

Referent:inMag. Daniela Zeitler-Neuhauser

Termine

Termin Start03.11.2026 09:00
Termin Ende03.11.2026 12:00
Termin Start24.11.2026 09:00
Termin Ende24.11.2026 12:00

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